SALZBURGER NACHRICHTEN vom Samstag, den 25. Mai 2013 auf der Seite 4 "SALZBURG AKTUELL" in der kleinformatigen Lokalbeilage:
"SCHUL - ASSISTENTEN MÜSSEN GEHEN
Sparkurs. Das Land kürzt die Unterstützung für Autisten und verhaltensauffällige Schüler. Es ist unsicher, ob sie weiter die Schule besuchen können. Bericht von SN - Redakteur Thomas HÖDLMOSER
SALZBURG (SN) Eine höchst umstrittene Sparmaßnahme kommt im Herbst auf Salzburgs Pflichtschulen zu. Das Land kürzt ab September die Mittel für die Unterstützung von Schülern mit besonderem Betreuungsbedarf. Wie es aussieht, dürfte es künftig nur mehr halb so viele "Assistenten zur Ermöglichung des Unterrichts" geben. Diese Schulassistenten sind im Regelfall nur für einen einzigen Schüler verantwortlich. Nur so ist es überhaupt möglich , diesen Schüler in einer "normalen" Klasse zu unterrichten.
Der zuständige Landesschulinspektor Rudolf MAIR bestätigt die geplanten Einsparungen auf Anfrage der SN. "Es ist wirklich dramatisch", sagt Mair "Die Kinder haben Schwierigkeiten mit Beziehungen im Allgemeinen. Die brauchen eine ganz intensive Betreuung, damit der Unterricht möglich wird." Bei den Kindern bzw. Jugendlichen handelt es sich um AUTISTEN oder um Schüler aus schwierigen sozialen Verhältnissen. "Diese Kinder tragen einen Rucksack voller Not mit sich herum. Die haben ein Verhalten, das extrem provozierend und verhaltensauffällig wirkt - allerdings ist das eine normale Reaktion auf das , was die Kinder täglich erleben", sagt Mair.
Bisher gab es nach Angaben des Landesschulinspektors 26 Assistenten. Aktuell sind es 22, ab September werden es nur noch 14 sein. In der Stadt Salzburg etwa wird es statt 9 nur noch 4 Assistenten geben. Die Maßnahme dürfte mehrere Schulen treffen: die Volksschulen Maxglan 2, St. Andrä, Taxham und Liefering 2 sowie die Neue Mittelschule Liefering . Für die Schüler heißt das: Sie müssen künftig entweder in eine Sonderschule gehen oder sie werden vom Schulbesuch "befreit" - aus medizinischen Gründen. Dann fallen sie gänzlich aus dem Bildungsnetz. "Bei mir wirkt sich das schon jetzt aus", sagt Renate REIFENAUER, Bezirksschulinspektorin für die Volks- und Sonderschulen im Flachgau. Ein Assistentenposten sei seit Mai nicht nachbesetzt worden, zwei weitere könnten bald gestrichen werden.
Ihr Kollege Peter GLAS, der im Flachgau für die Hauptschulen und Polytechnischen Schulen verantwortlich ist, befürchtet, zwei Assistenten zu verlieren. " Ich habe im Moment keine Vorstellung, wie wir das gut lösen können, weil andererseits nicht mehr Ressourcen für Lehrstunden zur Verfügung stehen" Die "Befreiung" vom Unterricht sei auch keine Lösung, sagt Glas. "Es kann ja nicht Ziel sein, daß Schüler, die nicht ins System passen, vom Schulbesuch ausgeschlossen werden."
Aus dem Bildungsressort des Landes heißt es, man bemühe sich um eine Lösung. "Wir werden versuchen, die Assistenten so gut wie möglich zu erhalten", sagt Dagmar KARL vom Büro der (nur mehr wenige Tage !) zuständigen LHF Gabi BURGSTALLER (SPÖ). Man werde sehen, ob man das Budget mit Rücklagen noch "aufstocken" könne. Allerdings seien die Rücklagen noch nicht von der Finanzabteilung freigegeben. Fakt ist: Der Verein, der die Assistenten anstellt, hat bereits Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. Bei den Schulbeamten ist der Ärger mittlerweile groß. Man habe die "enttäuschende und erniedrigende Bettelei" um das Geld für die Integration satt, heißt es. "
Dazu gibt es noch ein vielsagendes Symbolfoto mit drei leeren Schulbänken und einer leeren Schultafel mit dem Begleittext : " Von der Schule ' befreit' werden könnten schon bald Kinder mit besonderen Bedürfnissen"
http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=14075
Das führt nun also zu aufgeregten Debatten und gibt Anlaß zum Rückblick auf WOLFGANGS Schicksal vor 35 Jahren ! Damals Ende der 70 er Jahre gab es eine derartige Assistenz noch überhaupt nicht und wegen seiner autistischen Verhaltensweise wurde er bald für total "schulunfähig" erklärt und fiel so durch das gesamte Bildungsnetz hindurch bis zum heutigen Tage ! Mit größtem Aufwand wurde dann durch Privatunterricht rudimentäres Lesen und Schreiben abseits des Schulbetriebes bewerkstelligt und nun stellt sich erneut die konkrete Frage, wie es weitergehen soll :
WOLFGANG wurde zwar mittlerweile von allen zuständigen Stellen einschließlich Pflegschaftsgericht als hoffnungsloser Fall endgültig fallengelassen - die Wahrheit jedoch ist eine ganz andere ! Wenn es gelingt, sein echtes Interesse zu wecken, dann ist er sehr wohl lernbereit auch in Wort und Schrift und sehr dankbar für die konkrete Zuwendung von Aufmerksamkeit und Belehrung. Wenngleich er vom neuropsychiatrischen Gutachter als defacto völlig lernunfähig abgestempelt worden ist, wäre bei Wolfgang aus meiner Sicht doch noch sehr viel zu holen, WENN..................ja WENN er durch geeignete PERSÖNLICHE ASSISTENZ jene Zuwendung erfährt, die er benötigt, um seine autistische Prägung zu überwinden für ein engagiertes Lernprogramm. Wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen anläßlich der Rekursentscheidung des Landesgerichtes Salzburg !
PERSÖNLICHE ASSISTENZ IST UNABDINGBARES MENSCHENRECHT !
"SCHUL - ASSISTENTEN MÜSSEN GEHEN
Sparkurs. Das Land kürzt die Unterstützung für Autisten und verhaltensauffällige Schüler. Es ist unsicher, ob sie weiter die Schule besuchen können. Bericht von SN - Redakteur Thomas HÖDLMOSER
SALZBURG (SN) Eine höchst umstrittene Sparmaßnahme kommt im Herbst auf Salzburgs Pflichtschulen zu. Das Land kürzt ab September die Mittel für die Unterstützung von Schülern mit besonderem Betreuungsbedarf. Wie es aussieht, dürfte es künftig nur mehr halb so viele "Assistenten zur Ermöglichung des Unterrichts" geben. Diese Schulassistenten sind im Regelfall nur für einen einzigen Schüler verantwortlich. Nur so ist es überhaupt möglich , diesen Schüler in einer "normalen" Klasse zu unterrichten.
Der zuständige Landesschulinspektor Rudolf MAIR bestätigt die geplanten Einsparungen auf Anfrage der SN. "Es ist wirklich dramatisch", sagt Mair "Die Kinder haben Schwierigkeiten mit Beziehungen im Allgemeinen. Die brauchen eine ganz intensive Betreuung, damit der Unterricht möglich wird." Bei den Kindern bzw. Jugendlichen handelt es sich um AUTISTEN oder um Schüler aus schwierigen sozialen Verhältnissen. "Diese Kinder tragen einen Rucksack voller Not mit sich herum. Die haben ein Verhalten, das extrem provozierend und verhaltensauffällig wirkt - allerdings ist das eine normale Reaktion auf das , was die Kinder täglich erleben", sagt Mair.
Bisher gab es nach Angaben des Landesschulinspektors 26 Assistenten. Aktuell sind es 22, ab September werden es nur noch 14 sein. In der Stadt Salzburg etwa wird es statt 9 nur noch 4 Assistenten geben. Die Maßnahme dürfte mehrere Schulen treffen: die Volksschulen Maxglan 2, St. Andrä, Taxham und Liefering 2 sowie die Neue Mittelschule Liefering . Für die Schüler heißt das: Sie müssen künftig entweder in eine Sonderschule gehen oder sie werden vom Schulbesuch "befreit" - aus medizinischen Gründen. Dann fallen sie gänzlich aus dem Bildungsnetz. "Bei mir wirkt sich das schon jetzt aus", sagt Renate REIFENAUER, Bezirksschulinspektorin für die Volks- und Sonderschulen im Flachgau. Ein Assistentenposten sei seit Mai nicht nachbesetzt worden, zwei weitere könnten bald gestrichen werden.
Ihr Kollege Peter GLAS, der im Flachgau für die Hauptschulen und Polytechnischen Schulen verantwortlich ist, befürchtet, zwei Assistenten zu verlieren. " Ich habe im Moment keine Vorstellung, wie wir das gut lösen können, weil andererseits nicht mehr Ressourcen für Lehrstunden zur Verfügung stehen" Die "Befreiung" vom Unterricht sei auch keine Lösung, sagt Glas. "Es kann ja nicht Ziel sein, daß Schüler, die nicht ins System passen, vom Schulbesuch ausgeschlossen werden."
Aus dem Bildungsressort des Landes heißt es, man bemühe sich um eine Lösung. "Wir werden versuchen, die Assistenten so gut wie möglich zu erhalten", sagt Dagmar KARL vom Büro der (nur mehr wenige Tage !) zuständigen LHF Gabi BURGSTALLER (SPÖ). Man werde sehen, ob man das Budget mit Rücklagen noch "aufstocken" könne. Allerdings seien die Rücklagen noch nicht von der Finanzabteilung freigegeben. Fakt ist: Der Verein, der die Assistenten anstellt, hat bereits Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. Bei den Schulbeamten ist der Ärger mittlerweile groß. Man habe die "enttäuschende und erniedrigende Bettelei" um das Geld für die Integration satt, heißt es. "
Dazu gibt es noch ein vielsagendes Symbolfoto mit drei leeren Schulbänken und einer leeren Schultafel mit dem Begleittext : " Von der Schule ' befreit' werden könnten schon bald Kinder mit besonderen Bedürfnissen"
http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=14075
Das führt nun also zu aufgeregten Debatten und gibt Anlaß zum Rückblick auf WOLFGANGS Schicksal vor 35 Jahren ! Damals Ende der 70 er Jahre gab es eine derartige Assistenz noch überhaupt nicht und wegen seiner autistischen Verhaltensweise wurde er bald für total "schulunfähig" erklärt und fiel so durch das gesamte Bildungsnetz hindurch bis zum heutigen Tage ! Mit größtem Aufwand wurde dann durch Privatunterricht rudimentäres Lesen und Schreiben abseits des Schulbetriebes bewerkstelligt und nun stellt sich erneut die konkrete Frage, wie es weitergehen soll :
WOLFGANG wurde zwar mittlerweile von allen zuständigen Stellen einschließlich Pflegschaftsgericht als hoffnungsloser Fall endgültig fallengelassen - die Wahrheit jedoch ist eine ganz andere ! Wenn es gelingt, sein echtes Interesse zu wecken, dann ist er sehr wohl lernbereit auch in Wort und Schrift und sehr dankbar für die konkrete Zuwendung von Aufmerksamkeit und Belehrung. Wenngleich er vom neuropsychiatrischen Gutachter als defacto völlig lernunfähig abgestempelt worden ist, wäre bei Wolfgang aus meiner Sicht doch noch sehr viel zu holen, WENN..................ja WENN er durch geeignete PERSÖNLICHE ASSISTENZ jene Zuwendung erfährt, die er benötigt, um seine autistische Prägung zu überwinden für ein engagiertes Lernprogramm. Wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen anläßlich der Rekursentscheidung des Landesgerichtes Salzburg !
PERSÖNLICHE ASSISTENZ IST UNABDINGBARES MENSCHENRECHT !
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